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KI-Sichtbarkeit: Nennt eine KI Ihre Marke, wenn Kunden nach Ihrer Branche fragen?
Stellen Sie sich vor, ein Einkäufer fragt einen KI-Assistenten: „Welche Anbieter für Industriereinigung gibt es im Raum Köln?" Die Antwort ist keine Liste mit zehn blauen Links, sondern ein Absatz Text mit drei oder vier Namen. Steht Ihr Unternehmen darin?
Diese Frage können nach unserer Beobachtung nur wenige Marketing- und Geschäftsführungen im Mittelstand aus dem Stand beantworten. Dabei lässt sie sich mit überschaubarem Aufwand klären. Darum geht es in diesem Artikel: um den Unterschied zwischen SEO und AEO, um vier Prüfpunkte für den eigenen Schreibtisch und um das, was wir im microlab dazu vorbereiten.
SEO und AEO: zwei verschiedene Fragen
SEO (Search Engine Optimization) beantwortet die Frage: Findet Google Ihre Seite und zeigt sie weit oben an? Ranking, Klick, Besuch. Der Nutzer wählt selbst aus der Trefferliste.
AEO (Answer Engine Optimization) beantwortet eine andere Frage: Nennt oder zitiert eine KI Ihr Unternehmen, wenn jemand nach Ihrer Leistung fragt? Hier hat der Assistent bereits ausgewählt. Wer nicht in der Antwort vorkommt, existiert für diesen Nutzer in diesem Moment nicht.
Beides hängt zusammen, ist aber nicht dasselbe. Eine Seite kann bei Google gut stehen und trotzdem in KI-Antworten fehlen, etwa weil die Inhalte für Maschinen schwer einzuordnen sind oder der KI-Crawler die Seite gar nicht lesen darf. Nach unserer Beobachtung zitieren Assistenten eher Quellen, die eine Frage klar beantworten, unabhängig von der Grösse der Domain.
Was Sie heute selbst prüfen können
Ein grosser Teil der Prüfung braucht weder Werkzeug noch Budget, nur etwa eine Stunde Zeit.
- Fragen stellen, die Ihre Kunden stellen. Formulieren Sie fünf bis zehn Fragen so, wie ein Kunde sie einem Assistenten stellen würde: „Wer bietet X im Raum Y an?", „Welcher Anbieter für Z passt zu einem Mittelständler?" Stellen Sie diese Fragen in ChatGPT und Perplexity. Notieren Sie, wer genannt wird, wer zitiert wird und ob Sie vorkommen. Wiederholen Sie das an einem anderen Tag, denn die Antworten schwanken.
- robots.txt für KI-Crawler prüfen. Unter ihre-domain.de/robots.txt steht, welche Crawler Ihre Seite lesen dürfen. KI-Anbieter nutzen eigene Crawler mit eigenen Namen, zum Beispiel GPTBot oder PerplexityBot. Nach unserer Erfahrung sperren manche Website-Baukästen, Plugins oder Agentur-Vorlagen diese pauschal aus. Steht dort ein „Disallow“ für diese Crawler, kann die KI Ihre Inhalte gar nicht erst aufnehmen. Ob Sie das wollen, ist eine legitime Entscheidung, sie sollte nur nicht zufällig getroffen worden sein.
- Strukturierte Daten nach Schema.org. Suchmaschinen und KI-Systeme lesen Auszeichnungen wie Organization, LocalBusiness, Product oder FAQPage im Quelltext Ihrer Seite. Damit wird aus einem Textblock eine eindeutige Aussage: Das ist die Firma, das ist die Adresse, das ist die Leistung, das sind die Öffnungszeiten. Prüfen lässt sich das mit den kostenlosen Testwerkzeugen für strukturierte Daten, die Sie im Netz finden.
- Eine klare Markenseite mit sameAs-Verweisen. Eine Seite, die eindeutig sagt, wer Sie sind, was Sie tun und für wen, ergänzt um Verweise auf Ihre offiziellen Profile über das sameAs-Attribut: Handelsregister, LinkedIn-Unternehmensseite, Branchenverzeichnisse. So kann eine KI Ihre Marke von gleichnamigen Firmen unterscheiden und Aussagen über Sie einer verlässlichen Quelle zuordnen.
Wer diese vier Punkte durchgeht, hat bereits ein realistisches Bild. Aus unserer Sicht ist das typische Muster: Die Seite ist technisch in Ordnung, aber die Inhalte beantworten keine konkrete Frage, sondern beschreiben Leistungen in Werbesprache. KI-Assistenten greifen lieber auf die klare Antwort zurück.
Was ZEHN X mit dem KI-Sichtbarkeits-Check plant
Im microlab bereiten wir einen KI-Sichtbarkeits-Check vor. Geplant sind zwei Stufen. Der Kurzcheck soll kostenlos sein und sagen, ob Ihre Marke in KI-Antworten vorkommt, ja oder nein, mit einer Einordnung in einem Satz; die vollständige Auswertung bleibt bei uns, bis der Vollbericht beauftragt ist. Auf dem Vollbericht soll ein AEO/SEO-Beratungsangebot von ZEHN X aufbauen, ebenfalls in Vorbereitung. Der Vollbericht (249 EUR zzgl. USt) soll die vier Prüfpunkte oben systematisch durchgehen: Nennung in KI-Antworten, robots.txt, strukturierte Daten, Markenseite, plus eine priorisierte Massnahmenliste, die Sie selbst oder mit Ihrer Agentur umsetzen können.
Der Check ist Teil der Wave 3 des microlab und noch in Vorbereitung. Wie bei allen microlab-Werkzeugen gilt: fester Preis, kein Erstgespräch, kein Vertrag, Kontakt per WhatsApp oder Mail. Wer sich für den Start interessiert, kann per Mail oder WhatsApp Bescheid sagen.
Eine Sache sagen wir ausdrücklich: Es gibt keine Garantie, dass Ihre Marke nach den Massnahmen in KI-Antworten erscheint. Die Systeme ändern sich, die Antworten schwanken, und niemand ausserhalb der Anbieter kontrolliert, was ein Assistent auswählt. Was ein Check leisten kann: den Ist-Zustand messen, die offensichtlichen Hürden benennen und die Grundlagen so aufbauen, dass Ihre Marke lesbar, eindeutig und zitierfähig ist.
Was Sie jetzt tun können
- Schreiben Sie fünf Fragen auf, die Ihre Kunden einem KI-Assistenten stellen würden, und stellen Sie sie heute in zwei Assistenten. Halten Sie fest, wer genannt wird und ob Sie dabei sind.
- Öffnen Sie ihre-domain.de/robots.txt und prüfen Sie, ob KI-Crawler ausgesperrt sind. Klären Sie mit Ihrer Agentur oder IT, ob das gewollt ist.
- Wenn Sie den Ist-Zustand lieber messen lassen möchten: Zum microlab mit dem geplanten KI-Sichtbarkeits-Check, Kurzcheck kostenlos geplant, Interesse per Mail oder WhatsApp.
Gründer und Geschäftsführer ZEHN X, Frerich United Ventures GmbH, Köln · Baut KI-Systeme für KMU und Mittelstand, dokumentiert nachprüfbar, hostet in Deutschland. Schreibt hier über Kompetenz, Systeme und das, was im Betrieb wirklich funktioniert.
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